Unsere Philosophie
Wie aus einer cinephilen Vision ein lebendiger Kulturraum entstand
Entstehungsgeschichte
2018 begann alles in einem leerstehenden Theater im Prenzlauer Berg. Eine Gruppe von Filmwissenschaftlern, Restauratoren und passionierten Cineasten teilte eine Frustration: Der Zugang zu filmhistorisch bedeutsamen Werken war fragmentiert, die gemeinsame Rezeptionserfahrung verschwand zunehmend.
Statt zu resignieren, schufen wir eine Alternative. Kein nostalgisches Revival, sondern ein zeitgemäßer Ansatz für filmische Bildung. Professionelle Projektionstechnik trifft auf kuratorische Sorgfalt. Jede Vorstellung wird zum kulturellen Ereignis, nicht bloßer Konsummoment.
Kuratorische Integrität
Unsere Programmauswahl folgt filmhistorischen und ästhetischen Kriterien, nicht kommerziellen Verwertungsinteressen. Jedes Werk wird kontextualisiert und in größere cineastische Diskurse eingeordnet.
Technische Exzellenz
Wir projizieren ausschließlich hochwertige Kopien – digital restauriert oder aus Archivbeständen. Die Tonanlage wurde von Kinoakustik-Spezialisten kalibriert. Details wie Bildrate und Projektionshelligkeit werden werkspezifisch angepasst.
Gemeinschaftliche Rezeption
Film entfaltet seine volle Wirkung in geteilter Aufmerksamkeit. Unsere Räume sind so gestaltet, dass kollektives Erleben möglich wird, ohne individuelle Wahrnehmung zu beeinträchtigen.
Bildungsauftrag
Wir verstehen uns als Bildungseinrichtung. Begleitmaterial, Einführungen und Diskussionsformate vermitteln filmanalytische Werkzeuge. Ziel ist mündiges, kritisches Sehen.
Das Team
Unser kuratorisches Team vereint Expertise aus Filmwissenschaft, Archivarbeit und kultureller Programmgestaltung. Jedes Mitglied bringt spezifische Forschungsschwerpunkte ein, die sich in unseren thematischen Reihen widerspiegeln.
Dr. Andreas Keller
Künstlerischer Leiter
Promoviert über Nouvelle Vague, kuratiert unsere Autorenkino-Reihen und leitet die Filmbildungs-Workshops.
Johanna Weiss
Technische Direktorin
Verantwortlich für Restaurierung und Projektionstechnik. Spezialisiert auf analoge und digitale Filmformate.
Lukas Richter
Programmkoordination
Organisiert Regisseur-Gespräche, pflegt Kontakte zu Filmarchiven und koordiniert Sonderveranstaltungen.
Unser Ansatz in der Praxis
Statt standardisierter Vorführungen entwickeln wir jedes Programm als kuratorische Aussage. Eine thematische Reihe zu "Urbaner Entfremdung im Nachkriegskino" vereint etwa italienischen Neorealismus mit japanischer New Wave und osteuropäischen Gegenwartsfilmen.
Diese Querverbindungen entstehen nicht zufällig. Sie basieren auf intensiver Recherche, Sichtung von Archivmaterial und Austausch mit internationalen Filmmuseen. Das Ergebnis sind Programme, die neue Perspektiven auf bekannte Werke ermöglichen und vergessene Meisterwerke wieder zugänglich machen.